Singen im Schein der Kerzen

Adventskonzert des Gesangverein Ruppertshofen

Dunkel war es in dem Gotteshaus, nur wenige Kerzen tauchten die Stephanuskirche in Tonolzbronn in ein schummriges Licht. Dann erklang es leise von draußen „Hambani Kahle - Das Licht erleuchtet die Nacht“, der Ruf kam näher, wurde lauter, von Trommeln begleitet. Mit dem lauter werdenden Gesang kam auch die Helligkeit in die kleine Dorfkirche. Die Mitglieder der „Chorus Company Ruppertshofen (CCR)“ bewegten sich rhythmisch zum Altar, Kerzen tragend und in wallende,

afrikanische Gewänder gekleidet. So stimmungsvoll begann das Adventskonzert des Gesangverein Ruppertshofen. „Sana Sananina – Praise the Lord“ auch dieses Lied erklang im typischen Rhythmus des Schwarzen Kontinents. Doch die Sängerinnen und Sänger des CCR zeigten auch , dass sie die leisen Töne ebenso beherrschen „Maria durch ein Dornwald ging“ wurde sehr gefühlvoll vorgetragen. Der Kinderchor „Singvögel“ gesellte sich zum CCR und gemeinsam erklang „Wieder naht der heil’ge Schein“, wobei die Erwachsenen- und die Kinderstimmen wunderbar harmonierten.

Dass die Kinder aber auch alleine konzertfähig sind, zeigten sie in beeindruckender Weise. Gefühlvoll und zart erklangen die Lieder „Weihnachten ist leise“ und „Süßer die Glocken nie klingen“; sie besangen „Das Kind in der Krippe“ und „das Licht der Liebe“ in lebhafter werdendem Tempo und zeigten schließlich überschwängliches Temperament und Lebensfreude in dem viersprachigen Lied „Merry Christmas“. Die Begeisterung der Kinder zauberte ein Lächeln in das Gesicht vieler Besucher. Jenny Richter und Ricarda Schneider meisterten bravourös die Soloeinlagen, zwischen den Liedbeiträgen lasen die Kinder die Geschichte des Kindes von Bethlehem.

Der gemischte Chor des Gesangvereins erfreute die Liebhaber klassischer Weisen. „Freuet euch all“, nach Georg Friedrich Händel, „Unser Heiland ist nun da“ von Felix Mendelssohn Bartholdy“ und der „Weihnachtsstern“ von Antonin Dvorak erfüllten die Kirche. Als sehr anspruchsvolles Musikstück erklang „Adagio Cantabile“, komponiert von Ludwig van Beethoven und arrangiert von Karl-Gerhard Berroth für 4-stimmigen Chor mit Klavierbegleitung.

Leise und innbrünstig, wie ein Gebet, erklangen „Evening Hymn“ und „May the Lord send Angels“ von der Empore, vorgetragen durch die Gruppe „Sommerwind“. Jubelnd erklang „O komm du Morgenstern“, ein wohlbekanntes Lied aus dem kirchlichen Gesangbuch, und als Gegensatz dazu „Power“, ein Gospel mit leisen, aber auch stimmgewaltigen Passagen. Den Klassiker „O happy day“ ließ der CCR ebenfalls von der Empore herab erschallen.

Vorstand Herbert Berroth führte durch das Konzertprogramm, das durch Gedichte und eine Geschichte zur Weihnachtszeit abwechslungsreich gestaltet war. Er bedankte sich bei den beiden Chorleiterinnen Larissa Schneider und Jutta Nagel für das Einstudieren der Lieder, bei Matthias Nagel und Sebastian Krieg für die instrumentale Begleitung und bei Pfarrer Schiek für die Überlassung des Gotteshauses. Anstelle eines Eintrittsgeldes bat Berroth um eine Spende für das Entwicklungsprojekt des aus Hönig stammenden Pfarrers Rainer Kalmbach, der in einer südamerikanischen Gemeinde am Rio Negro ein Altenheim baut und auf Spendengelder angewiesen ist.

Die vertrauten Weisen „Leise rieselt der Schnee“ „Alle Jahre wieder“ und „Singen wir im Schein der Kerzen“, bei denen auch die Konzertbesucher kräftig mitsangen, beschlossen einen wunderbaren Abend.

Dezember 2008